Unterwegs zur Modellflugshow

Für uns ist es das Größte, wenn wir zu großen Flugshows reisen können, an denen wir unser Können nicht selbst unter Beweis stellen, sondern anderen Modellflugzeug-Begeisterten dabei zusehen.

Denn wir lassen uns von den Arbeiten anderer auch immer selbst inspirieren und tauchen in die Kunst des Modellfliegens ein, anstatt die Hasena Bettgestelle im Schlafzimmer nur dafür zu nutzen, davon zu träumen. So reisten wir im letzten Jahr zur größten Modellflugshow Europas nach La Ferté, südlich von Paris. Hier wird alles geflogen, was groß und schnell ist. So findet man Nachbauten des Roten Dreideckers von Manfred von Richthofen aus dem ersten Weltkrieg oder eine Messerschmidt Me 106, die eine Spannweite von sechs Metern erreicht. Die dafür benötigten Gleichstrommotoren; erreichen dann schnell mal die Hubraum- und PS-Werte von mittelgroßen Motorrädern.

In die Luft gehen auf der Flugshow in Frankreich über 200 Modelle, deren Besitzer sich auch an waghalsige Manöver herantrauen. Da es sich bei vielen Modellen um Neukonstruktionen handelt, geht das ein oder andere auch mal kaputt, was den Erbauer dann natürlich ärgert, das Publikum aber eher zum Lachen bringt. Nur Flugfans, die selbst Modelle bauen, können mit dem frustrierten Erbauer mitfühlen und teilen nicht die Schadenfreude der andern. Der Höhepunkt des Festivals war eine nachinszenierte Luftschlacht aus dem Krieg, indem Flugmodelle amerikanischer und deutscher Kampfflieger aus dem 2. Weltkrieg Bomben warfen und durch Feuerwalzen flogen. Man kann es makaber finden oder nicht, beeindruckend war die Show allemal, und wir sind gespannt, ob wir selbst einmal solch beeindruckende Nachbauten erstellen können. Bis dahin präsentieren wir unsere bisherigen Flugmodelle erst einmal auf den kleineren Flugshows der Region und lassen uns auf großen Flugshows weiter inspirieren.

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